Kia Ora aus Neuseeland,
nun sind wir schon seit einigen Wochen zurück von unserem kleinen Abstecher nach Neuseeland und wir wissen gar nicht, wo wir anfangen sollen... mehr als 8 GB an Fotos und soooo viele Erlebnisse innerhalb eines Monats... This is a warning: dies wird ein laaaaaaaaaanger Post!
Für gute vier Wochen haben wir also das geliebte Australien hinter uns gelassen, um mit einem hop-on-hop-off-bus die Nord- und Südhalbinsel Neuseelands zu erkunden.
Angekommen sind wir in
Christchurch, eine der größten Städte Neuseelands, die auch heute noch sehr "british" erscheint. Angesichts des schlimmen Erdbebens, dass sich ereignete, nachdem wir ca. 2 Wochen aus Christchurch weg waren, ist es irgendwie komisch, die Bilder anzuschauen...
Mit dem Stray Bus ging es auf zu unserem ersten Stop nach
Kaikoura (nördlich von Christchurch). Kaikoura ist ein kleines Fischerdörfchen im Norden der Südhalbinsel, das sich auf Whale-watching und Delfin-Schwimm-Touren spezialisiert hat. Beides war uns zu teuer, weshalb wir anstatt dessen einen 3-stündigen walk mit Blick auf das Meer und die Berge gemacht haben, sehr nice!
Am nächsten Tag ging es mit der Fähre weiter auf die Nordhalbhinsel zu unserem nächsten, diesmal 2-tägigen Stop in
Wellington. Wellington ist die Hauptstadt und zweitgrößte Stadt des Landes und dementsprechend ist dort Einiges los, nicht nur politisch, sondern auch kulturell und künstlerisch und insbesondere für die Herr der Ringe Fans unter euch ist sie der Ausgangpunkt zu diversen Drehorten. Die Stadt hat einen großen Hafen, das wirklich sehenswerte Nationalmuseum Te Papa und ein geschichtsträchtiges Cable Car zu bieten. Aufgrund seiner Lage an der Südspitze der Nordhalbinsel ist es in Wellington oft sehr windig, wodurch die Stadt zu ihrem Spitzamen "windy Wellington" kam.
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| Hafen von Wellington |
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| leider haben wir Kiwis nie in freier Wildbahn gesehen |
Zum nächsten Stop, nach
Auckland, haben wir eine der längsten Bus-Strecken des gesamten Trips hinter uns legen müssen: ca. 10 Stunden waren wir unterwegs... Auckland liegt im Norden der Nordhalbinsel und ist mit mehr als 1,3 Millionen Einwohnern die größte Stadt Neuseelands. Uns hat die für neuseeländische Verhältnisse pulsierende Stadt sehr gut gefallen. Eine guided Tour führte uns durch den Hafen (wo wir bei einem Bridgeclimb einigen Leuten beim Bungee springen zusehen konnten) und in die Außernbezirke der Stadt. Wir haben uns die militärischen Verteidigungspunkte und unterirdischen Bunker, die für Kriege erbaut aber nie wirklich genutzt wurden, angesehen und einen walk am Strand gemacht. Außerdem haben wir in Auckland Laureen kennen gelernt, mit der wir den Rest unserer Tour ein unschlagbares Dreier-Team waren.
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| Blick auf Auckland von der Harbour Bridge |
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| Auckland Harbour Bridge Climb |
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| Auckland Sky Tower |
Am darauf folgenden Tag ging es weiter nach Hahei. Auf dem Weg dort hin sind wir am
Hot Water Beach vorbei gekommen und haben uns dort 2 Stunden das Spektakel angeschaut: während einer bestimmten Zeit sieht man hier unzählige Leute mit Spaten, die sich Löcher am Strand graben, welche sich dann wie von Geisterhand mit warmem, teilweise kochenden Wasser füllen, wenn man die richtige Stelle findet. Der gesamte Strand und das quietschblaue Meer waren definitiv eine Augenweide...
In
Hahei haben wir einen overnight stop auf einem Camping-Platz inklusive BBQ gehabt. Das Wetter war ausgezeichnet und zum ersten Mal haben wir einen Einblick in die Farbenprächtigkeit dieses Landes erhaschen können. Leider konnten wir den walk zur Cathedral Cove aufgrund von vorausgegangenen Überflutungen nicht bis zum Ende machen. Trotzdem sind ganz schöne Fotos entstanden, seht selbst:
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| Strand von Hahei |
Der nächste Tag führte uns nach
Raglan, das Surferparadies Neuseelands. Wenn man keine Tour gebucht hatte, war man allerdings weit vom schönen Sandstrand entfernt in einer etwas alternativen Lodge mitten in the middle of nowhere untergebracht. Unser Versuch, den Strand zu finden, führte uns über Felsengekracksel zu einem Regenwaldwalk und endete auf einem Rasenstück mit Blick auf das Meer, einer Sea-egg Erfahrung der anderen Art und einer Yoga lesson im Sonnenuntergang.
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| Einheimische ziehen die Spezialität "Sea egg" an Land |
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| Sea egg experience mit Kennith: wenn du probierst, probier ich auch! |
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| Yoga bei Sonnenuntergang |
Auf dem Weg nach Maketu ging es tagsüber an den
Waitomo Caves, den berühmten Glühwürmchen-Höhlen vorbei. Auch diese Rafting Activity haben wir aus Kostengründen ausgelassen und anstatt dessen einen kleinen walk gemacht. Ganz schön grün...
In
Maketu ist eigentlich nichts los und trotzdem haben wir da eine der spannendsten Unternehmungen unseres Trips gehabt: wir haben nämlich an einer Maori Zeremonie teilgenommen. Die Maori sind, wie ihr sicherlich wisst, die Ureinwohner Neuseelands und ganz anders als in Australien, haben die "Neu-Neuseeländer" ein ziemlich gutes, respektvolles Verhältnis zu den nicht eingewanderten Bewohnern des Landes und tun sehr viel dafür, deren Kultur weiter zu pflegen.
Die Zeremonie, an der wir bei Uncle Boy teilnahmen, beinhaltete ein traditionelles Essen, einer Maori Show, an der wir selber mitgewirkt haben (die Frauen haben einen traditionellen Tanz erlernt, während die Männer vor uns den legendären Haka präsentiert haben) und eine Übernachtung in einem riesigen Schlafsaal.
Die Zeremonie startete nach dem Essen mit einem Begrüßungsritual, das zwischen den Stammeshäuptern zweier Tribes als sich gegenseitig Respekt erweisener Akt stattfindet und der ernste Teil des gesamten Rituals ist:
Nachdem sich die Stammeshäupter begrüßt haben, begrüßen sich der Reihe nach alle Mitglieder beider Tribes durch ein herzliches "Kia Ora" inklusive eines Händedrucks, bei dem man gleichzeitig die Stirn und die Nasen aneinander presst.
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| Kia Ora Uncle Boy |
Danach begann die faszinierende Vorführung einiger traditioneller Tänze und Gesänge:
gefolgt von einem Haka, dem legendären Ritualtanz der Maori Männer, der zur Abschreckung des Gegners diente und heutzutage sogar als offizieller Ritualtanz der Rugbymannschaft "All Blacks" gilt.
Nach der offiziellen Show durften wir dann ran und haben einen Tanz mit witzigen Bommeln (Pois) erlernt, während die Männer den Haka vorbereitet haben und wir beide Tänze voreinander präsentiert haben, was wirklich Spaß gemacht hat und ziemlich witzig war.
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| Melanie, Laureen und Kristin mit den Poi, mit dem die Männer beim Tanz angeflirtet werden |
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| Kristin in action |
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| unsere angsteinflössenden Kerle beim Haka |
Nach einem tollen Abend auf auf ins Bett... mit 40 anderen ;-)
Am nächsten Tag hatten wir einen kleinen Zwischenstopp in
Rotorura, wo es aufgrund starker geothermaler Aktivität viele Geysire und unzählig solcher Krater, aus denen nach Schwefel riechender Dampf aufsteigt, gibt:
Auf unserem Weg nach Taupo sind wir an den
Huka Falls vorbei gekommen. Diese Wasserfälle sind nicht besonders hoch aber dadurch, dass sich der zuvor 100m breite Fluss an dieser Stelle auf 15m verengt spektakulär schnell und sehr energiegeladen.
Auf unserem Weg Richtung
Taupo stieg unsere Aufregung dann langsam ins Unermessliche, denn wir hatten uns für einen Skydive über dem Lake Taupo entschieden. Für alle, denen das nichts sagt: man springt aus einem Flugzeug (in unserem Fall aus ungefähr 3.000m Höhe) und nach einem Freefall (der bei uns ca. 40 sec betrug) gleitet man mit einem Fallschirm zurück auf den Boden. Einfach nur genial, mehr kann man dazu nicht sagen!
zurück ins Hostel ging's standesgemäß für Backpacker mit der Limo:
Am nächsten Tag waren wir zu Besuch im
Tongariro National Park, wo Kristin und Laureen ein 8-stündiges, 20 km langes Alpine Crossing unternommen haben. In diesem National Park befinden sich 3 noch heute aktive Vulkane, jede Menge Seen und auch einige Herr der Ringe Drehorte.
Nach einer Nacht in dem luxoriösten Hostel, das wir je hatten, ging es auf dem Weg zurück nach Wellington, um am nächsten Tag die Fähre zu nehmen, an
Taihape vorbei. Dieses kleine Dörfchen ist bekannt für seine alljährlichen Meisterschaften im Gummistiefel-Weitwurf...
Hier noch ein paar Snapshots von der Fähre, mit der es zurück auf die Südhalbinsel ging...
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| Wellington von der Fähre aus |
und von unserer Weinprobe inklusive Fudge Genuss:
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| Creme and Cookie & Peppermint Fudge |
Unser Weg führte uns weiter nach
Marahau zum
Abel Tasman National Park, wo wir mal wieder einen Tag zum Ausruhen eingelegt haben und eine Freundin, die wir in Sydney kennen gelernt haben, zufällig wieder getroffen haben.
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| unser Bus inmitten des Abel Tasman National Park Camp |
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| Abel Tasman National Park |
Am darauf folgenden Tag ging es zu einem wunderschönen Lookout, von wo aus wir Seelöwen beobachten konnten und zu den
Pankake Rocks, die ihren Namen ihrer geschichteten Form verdanken.
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| Pankake Rocks |
Am Abend kehrten wir in
Barrytown ein, ein winziges Dorf, in dem es nicht viel außer einer Kneipe gibt, in der täglich wilde Verkleidungsorgien gefeiert werden. So gab es auch an diesem Abend ein Verkleidungsthema. Aufgrund des Mottos der city "what happens in Barrytown, stays in Barrytown" gibt es nur ein Bild vom leckeren dinner ;-) Die Region um Barrytown herum ist ansonsten bekannt für Bone- und Jadecarving, wobei entweder ein Jadestein oder ein Knochen zu einer Formen mit bestimmten Maori Bedeutungen geschliffen wird.
Weiter ging unsere Reise nach
Franz Josef, einer Stadt, die zwischen der Tasmanischen See und dem Franz Josef Gletscher liegt. Dieser Gletscher ist einer der am niedrigsten über der Meereshöhe gelegene Gletscher weltweit und erstreckt sich über rund 11 km. Wir haben selber nur einen 2-stündigen Walk zum Fuße des Gletschers gemacht, haben aber dank Laureen (die einen Gletscherwalk gebucht hatte) eine Idee davon bekommen, wie es oben aussieht.
Zu diesem Zeitpunkt hatten wir -trotz des Sommers- unser Wettertief in Neuseeland erreicht. Auf dem Weg nach
Makarora, wieder einmal ein Dorf in the middle of nowhere ;-), konnten wir selbst den Wasserfall, den wir uns ansahen wegen des Dauerregens nicht genießen. In das Camp eingecheckt, hieß es an diesem Abend: Karaoke, Karaoke!
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| Camp in Makarora |
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| Wonderwall von Oasis beim Karaoke Abend zum Besten gegeben |
Weiter ging es nach
Queenstown, die von Bergen eingebettete Partyhochburg Neuseelands mit vielen Bars und Pubs, einem tollen botanischen Garten und einer übersichtlichen, netten Innenstadt. Nicht verpassen darf man hier den Fergburger - wie einige behaupten der beste Burger der Welt - und natürlich mindestens eine big night out.
Auf dem Weg noch eben beim A.J. Hackett Bungee-Jumpen zugeguckt und kurz drüber nachgedacht, es auch zu wagen.... aber nein!
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| yummy, selbstgemachter Fudge |
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| double yummy: Fergburger!!! |
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| Preparing for the big night out: girls just wanna have fun!!! |
Am nächsten Tag ging es weiter auf der Südhalbinsel, vorbei an Wasserfällen, Bergen mit beeindruckenden Gletschern und einem faszinierenden See, in dem sich 1 zu 1 die gesamte Umgebung spiegelte. Einmal mehr bleiben wir in dieser Nacht in the middle of nowhere in einem Camp, in dem es nur so wimmelte von Sandflies und in dem der Stromgenerator um 10 Uhr ausgestellt wurde ;-). Urig aber für uns definitiv nix für länger.
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| Gunn's Camp |
Vom Gunn's Camp aus ging es zurück in die Zivilisation, über
Invercargill (eine total unspektakuläre Stadt) nach
Dunedin. Auf dem Weg dorthin sind wir an einem beeindruckend pulsierenden Wasserfall, den Mc Lean Falls, und an einer tollen Küstenstrecke mit einem schönen Leuchtturm und einer Bucht, in der wir nur einige Meter von Gelbaugenpinguinen entfernt stehen konnten, vorbeigekommen.
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| Invercargill |
Farbenprächtiges grün so weit das Auge reicht:
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| McLean Falls |
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| gespannt nach Pinguinen Ausschau halten |
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| Ein Gelbaugenpinguin nur einige Meter von uns entfernt |
Auch wenn Dunedin die zweitgrößte Stadt der Südhalbinsel Neuseelands ist, war der Stop hier eher unspektakulär. Die einzige tatsächliche Attraktion war die steilste Straße der Welt, die wir morgens um 6 erklimmen konnten.
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| Die Baldwin Street in Dunedin ist die steilste Straße der Welt |
Auf dem Weg von Dunedin nach Mt Cook, sind wir an einem der schönsten Strände, den wir auf unserer Reise gesehen haben, vorbei gekommen:
Moeraki Boulders. Nicht nur, dass das Wasser azurblau ist und die Sonne die Umgebung im stillen Wasser wiederspiegelt, sondern über den gesamten Strand liegen kugelrunde Steine im Wasser, TRAUMHAFT!!!
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| Moeraki Boulders |
Weiter ging es zum
Mount Cook, dem mit 3754 m höchsten Berg der Neuseeländischen Alpen:
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| Die ersten Sonnestrahlen morgens auf den Gletscherspitzen des Mt Cook |
Über den kleinen aber feinen Ausweichstop für das erdbebenzerstörte Christchurch -
Rangitata- ging für uns das Abenteuer Neuseeland zu Ende und wir fanden uns mit einem Koffer voller toller Erfahrungen und soooo vielen neuen Eindrücken ratzfatz in Australien zurück.
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| Ausweichstop Rangitata |
Puh, geschafft!
Lasst es euch gut gehen und FROHE OSTERN in die Heimat!
Kristin & Melanie