Samstag, 9. Oktober 2010

Freiheit kann man nicht eingrenzen, Freiheit muss man ausatmen!


Nach einem entspannten Strandtag in Townsville ging es weiter Richtung Airlie Beach, von wo aus wir zu den Whitsundays segeln wollten. Nachdem uns auf dem Weg nach Airlie Beach bei einer Zwischenübernachtung mal wieder einige Stunden der Regen verfolgt hat, sind wir am Sonntag, den 26. September der Sonne entgegen gefahren und haben einen wunderschönen Sonnenuntergang hinter den Bergen von "Hugos" Vorderbank aus beobachten können.

In Arlie Beach angekommen haben wir uns gleich auf die Suche nach einem geeigneten Segeltörn "around the Whitsundays" gemacht. Nach ein paar Preisvergleichen und kurzem Überlegen haben wir uns recht schnell entschieden, so dass es gleich am Montag Mittag losgehen konnte. Bei strahlendem Sonnenschein sind wir auf unserem Schiff "Spank Me" aus dem Hafen von Airlie ausgelaufen. Unsere Gruppe bestand aus Amerikanern, Norwegern, Briten und Deutschen (Endlich mal nicht ausschließlich Deutsche um uns herum ;-) denn sowohl Sydney als auch die Ostküste sind derzeit überfölkert von Deutschen.)




Unser Ziel, die Whitsundays, sind übrigens eine aus 74 Inseln bestehende Inselgruppe vor der Ostküste Australiens, von denen die meisten zum Whitsunday-Island Nationalpark gehören. Die wenigsten von ihnen sind bewohnt. Die Inseln sind Teil der Great Barrier Reef World Heritage Area.

Am ersten Tag unseres Segeltörns stand noch ein Schnorchelgang an... sehr schöne Location: Fische in allen Farben sind unter und neben uns geschwommen!


Dienstag früh ging es dann gleich weiter Richtung "Whitehaven Beach", DEM Traumstrand auf der größten der Inseln - Whitsunday Island... Der Whitehaven Beach erstreckt sich auf 8 km an der Ostküste der Whitsunday Island und ist aufgrund seines hohen Quarzgehaltes der weltweit weißeste Strand. Nach ein paar Regentropfen kam rechtzeitig die Sonne heraus, so dass wir denn grellen, weißen Sandstrand und das klare, türkise Wasser in vollen Zügen genießen konnten: unbelievable!!! Einfach nur schön und genauso unbeschreiblich wie es die zahlreichen Postkarten versprechen!


 





Nach unserem Trip zum Whitehaven Beach ließ uns das Wetter leider etwas im Stich und wir haben aufgrund der Kälte auf den Schnorchelgang am Nachmittag verzichtet. Mittwoch früh wurden wir aber noch einmal bei Sonnenschein von dem bisher schönsten Schnorchel-Spot getröstet... der Regenbogenfisch und zahlreiche, farbenprächtige Fischschwärme direkt am Rand der Taucherbrille... so schön, dass man vor Staunen fast den Mund aufmacht und versehentlich Wasser schluckt! ;-)

Etwas überschattet wurde unser Segeltörn leider von dem schlechten hygienischen Zustand des Schiffes und insbesondere der Sanitäranlagen sowie einigen "bed bugs"-Stichen. Alles in allem hat sich der Trip jedoch gelohnt und ein solcher Sonnenuntergang entschädigt doch vieles...


Nachdem wir am Mittwoch, den 29. September wieder festen Boden unter den Füßen hatten, setzten wir unseren Roadtrip noch fort. Nach einem Zwischenstop waren wir am Freitag am Blacks Beach und an der Lagune in Mackay und haben darüber hinaus dem kostenlosen Zoo in Rockhampton einen Besuch abgestattet.


botanischer Garten in Rockhampton
 

Samstag ging es weiter zur Town of 1770, wo James Cook bei der Entdeckung Australiens in eben diesem Jahr das erste Mal seinen Fuß auf australischen Boden gesetzt hat.


Strand von Town of 1770
Danach haben wir mit Hugo noch einige km gerissen und sind bis nach Hervey Bay durch gefahren. Von dort haben wir am Sonntag eine Tagestour nach Fraser Island gestartet. Fraser Island ist - obwohl sie mit einer Fläche von 1.840 km² die größte Sandinsel der Welt ist - unglaublich grün und in ihrer Tier- und Pflanzenvielfalt sehr beeindruckend, so dass sie 1992 sogar zum UNESCO Weltnaturerbe erklärt wurde. Neben dem legendären Maheno Schiffswrack, das direkt auf dem als Highway geltenden, durch mit Allradantrieb ausgestatteten Fahrzeugen befahrenen Ostküsten-Strand liegt, existieren auf der Insel rund 200 Süßwasserseen und Creeks, von denen der Lake McKenzie mit seinem grell-weißen Sand und dem klaren Wasser zu den größten Attraktionen gehört.
turbulente Fahrt über die Insel mit dem Bus - anschnallen nicht vergessen!

Maheno Schiffswrack auf Fraser Island

 

The Pinnacles - eine Sandformation in beeindruckenden Farben



Lake McKenzie



Walk durch den Regenwald - beeindruckend!
Unsere erste Schlange in freier Wildbahn



Bis auf den bedeckten Himmel hatten wir einen sehr schönen Trip mit Traumstränden und unseren ersten Schlangen und Dingos in freier Wildbahn...so darf unsere Reise weiter gehen!!!
Auf weitere schöne Ausflüge und Sonne für uns und für die Daheimgebliebenen einen vorerst milden Herbst! ;-)

Melli und Kristin





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