nachdem "nach Sydney fliegen" sich inzwischen etwas anfühlt, wie "nach Hause kommen" sind wir nach einer unergründlichen Stornierung unseres Fluges noch am Tag unserer Ankunft des Fluges von Perth nach Sydney in ein Surfcamp gestartet. Das Camp selber liegt etwa 3 Stunden nördlich von Sydney bei Seal Rocks in the middle of nowhere... Um 19 Uhr wurden wir in Sydney aufgesammelt und mit einer bunt gemischten Gruppe ging es Richtung Camp.
Nach einer schlaflosen Nacht und unzähligen Mückenstichen mehr haben wir am nächsten Tag unsere ersten Trockenübungen am Strand gemacht, der einfach nur wunderschön ist. Wir hatten super Wetter und gute Anfängerbedingungen.
Also rauf aufs Brett, noch 3x paddeln, wenn die Welle kommt, hochdrücken, auf die Zehenspitzen, einen Fuß nach vorne, den anderen Fuß nach vorne, gleichgewicht halten nicht vergessen, stehen bleiben und dann eben einfach mal los surfen... Ok, an Land ziemlich easy... stellte es sich im Wasser als etwas schwierigere Angelegenheit heraus. Was so einfach aussieht, ist verdammt schwer und super anstrengend. Da man zu Beginn mit riesigen boards startet (auf denen fällt das Gleichgewicht halten deutlich leichter), ist es alleine schon eine enorme Kraftanstrengung, das board erst einmal ins Wasser an die richtige Position zu bringen.
Wie alle Anfänger sind wir alle Nase lang vom board geflogen, gleich beim Aufsteigen über die Nase des boardes abgestiegen, sind ordentlich auf unsere Hintern gefallen und haben Blessuren an jeglichen Körperteilen von uns getragen. Blaue Flecken, Tan lines, Hautabschürfungen und mega Muskelkater gibt es beim Surfen lernen eben gratis dazu ;-)
| Lunch für die hungrige Meute |
| Strandgut |
| Surflehrer Luke schnallt die boards fest |
Völlig erschöpft zurück im Camp, gab es erst einmal ein ausgezeichnetes Abendessen und die After Show Party inklusive jeglicher Trinkspiele ließ auch nicht lange auf sich warten.
Der Abend endete übrigens darin, dass die Verlierer-Gruppe nackt in den Pool springen musste, zum Glück haben wir Trinkfestigkeit bewiesen und gehörten somit in die Gewinner-Gruppe ;-).
Am zweiten Tag hatten wir leider deutlich schlechtere Bedingungen, als am ersten Tag: wir hatten eine sehr starke Strömung und nicht besonders optimale Wellen. Gepaart mit unserem Muskelkater vom ersten Tag war es noch einmal doppelt so anstrengend, das board überhaupt ins Wasser zu bekommen. Trotzdem gibt es von Kristin einen Schnappschuss, der zeigt: wir haben es geschafft und haben beide auf unseren boards gestanden, auch dank der Hilfe und unter den wachsamen Augen von Luke:
Auch wenn das Surfen anstrengend war, hat es uns super viel Spaß gemacht und wir wollen es unbedingt noch einmal machen. Außerdem haben wir sehr nette Menschen kennen gelernt und eine gute Zeit gehabt! Ein toller Einstieg in die Abenteuer, die noch auf uns warten und unsere neu gewonnene Freiheit!!!
Cheers,
eure Surfergirls
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